Sinnvoll für Mensch und Erde – an dieser Vision richtet sich Alnatura seit der Unternehmensgründung 1984 aus. Natürliche Ressourcen wollen wir gemäß dieser Vision so sparsam wie möglich nutzen. Ein Teil unseres Engagements: Wir setzen bevorzugt Recyclingpapier mit dem Blauen Engel ein. So drucken wir seit 2011 das Alnatura Kundenmagazin und das alle zwei Monate…
Sinnvoll für Mensch und Erde – an dieser Vision richtet sich Alnatura seit der Unternehmensgründung 1984 aus. Natürliche Ressourcen wollen wir gemäß dieser Vision so sparsam wie möglich nutzen. Ein Teil unseres Engagements: Wir setzen bevorzugt Recyclingpapier mit dem Blauen Engel ein. So drucken wir seit 2011 das Alnatura Kundenmagazin und das alle zwei Monate erscheinende Mitarbeitendenmagazin auf Recyclingpapier. Auch rund 99% unseres Kopierpapiers, das wir in den Alnatura Super Natur Märkten und am Unternehmenssitz benötigen, besteht aus Recyclingpapier. Darüber hinaus prüfen wir, welche Drucksachen wir einsparen können. Auf den Druck eines Aktionsflugblatts und des Nachhaltigkeitsberichts verzichten wir inzwischen.
Schonend mit natürlichen Ressourcen umzugehen, wohnt darüber hinaus unserer Unternehmensvision inne: Seit über 40 Jahren handeln wir ausschließlich mit Lebensmitteln aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft. Dadurch fördern wir die Verbreitung von Bio-Produkten sowie den ökologischen Landbau als zukunftsfähige und nachhaltige Form der Landwirtschaft.
Wie schützt der Bio-Landbau natürliche Ressourcen? Zum einen nutzen Bio-Landwirtinnen und -Landwirte gezielt natürliche Wechselbeziehungen und wirtschaften im Einklang mit der Natur. So verzichtet der Bio-Landbau auf den Einsatz von Gentechnik, mineralische Stickstoffdünger und chemisch-synthetische Pestizide. Untersuchungen zeigen, dass ökologische Betriebe im Durchschnitt etwa 40 Prozent weniger Energie pro Hektar einsetzen als konventionelle Betriebe (Quelle: oekolandbau.de). Durch die Gestaltung von vielfältigen Kulturlandschaften leistet der Bio-Landbau zudem einen Beitrag zur Förderung von Biodiversität. So ist die Artenvielfalt beziehungsweise -häufigkeit auf biologisch bewirtschafteten Flächen nachweislich höher: 23 Prozent mehr blütenbesuchende Insektenarten, 35 Prozent mehr Feldvogelarten, 78 Prozent mehr Regenwürmer und 95 Prozent mehr Arten der Ackerflora sind hier zu finden. Bio-Äcker beherbergen im Feldinneren im Schnitt fast doppelt so viele Wildkrautarten wie konventionelle Flächen (Quelle: Thünen Report 65).
Wie schützt Alnatura natürliche Ressourcen? Über den Handel mit Bio-Lebensmitteln hinaus streben wir danach, potenziell negative Auswirkungen auf natürliche Ressourcen in allen unseren Unternehmensprozessen zu minimieren. Ein Beispiel dafür ist der Bezug von Ökostrom: 148 von 150 Alnatura Märkten, der Firmensitz in Darmstadt sowie das Verteilzentrum in Lorsch nutzen 100 Prozent Ökostrom. Unsere Kundinnen und Kunden können mit dem Kauf unserer Produkte gezielt Initiativen unterstützen, z. B. für mehr Bio-Landbau in Deutschland oder biologische Saatgutzüchtung.
Ressourcenschonende Standortgestaltung
2014 erweiterten wir unser Verteilzentrum im südhessischen Lorsch um ein vollautomatisiertes Hochregallager, dessen Fassade und Regale vollständig aus Holz bestehen. Für den Bau wurden 20.000 Kubikmeter Erde bewegt, die wir zum Teil umliegenden landwirtschaftlichen Betrieben zur Verfügung stellten. Alle Gebäudeteile sind nach ökologischen Kriterien gestaltet. Die Fassade besteht aus PEFC-zertifiziertem Lärchenholz, die Regale aus PEFC-zertifiziertem Fichtenholz. Das Holz stammt aus Deutschland, Österreich und Tschechien. Der große Vorteil gegenüber herkömmlichen Hochregallagern aus Stahl: Der nachwachsende Rohstoff Holz bindet CO2, während für die Herstellung von Stahlträgern viel Energie benötigt und somit CO2 emittiert wird. Dank guter Bauisolierung und Wärmedämmung, der Versenkung des Gebäudes um 2,5 Meter ins Erdreich und der damit verbundenen Grundwasserkühlung sowie der natürlichen Regulierung der Raumluftfeuchte durch den Einsatz von Holz, können wir auf eine künstliche Klimatisierung des Hochregallagers verzichten und damit die Umwelt schonen.
Die Fläche auf dem Dach des älteren Gebäudeteils nutzen wir zur Erzeugung von Strom mithilfe einer Fotovoltaikanlage. Auf 7.821 Quadratmetern kann diese in einem Jahr rund eine Million Kilowattstunden Strom produzieren, der ins örtliche Stromnetz eingespeist wird. Eine klimafreundliche Geothermieanlage beheizt das angeschlossene Bürogebäude und eine Luft-Wasser-Wärme-Pumpe temperiert die älteren Hallen des Verteilzentrums.
2019 folge der Bezug des neuen Unternehmenssitzes in Darmstadt – des Alnatura Campus. Den Mittelpunkt des Alnatura Campus bildet die Alnatura Arbeitswelt. Das Bürogebäude zeichnet sich durch natürliche Materialien und einen geringen Energiebedarf über den Gebäudelebenszyklus aus. Besonders ist Auge fallen die Fassaden aus Stampflehm. Gebäudeeigenschaften und technische Ausstattungen machen einen energieeffizienten und emissionssparenden Gebäudebetrieb möglich. 2019 zeichnete die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen die Alnatura Arbeitswelt mit der Bestnote Platin aus.
Weitere Informationen über die Alnatura Arbeitswelt und rund um die Nachhaltigkeit bei Alnatura finden Sie unter alnatura.de/nachhaltigkeit

